Gastfamilien gesucht

Wir vermitteln betroffene Erwachsene, Mütter mit Kindern, Jugendliche (JuMeGa) und Senioren (Bänkle) in Gastfamilien. Viele dieser Familien erleben während der gemeinsamen Zeit, wie sehr Menschen durch Vertrauen und Verlässlichkeit aufblühen können. Vielleicht könnten auch Sie einem Menschen mit psychischer Erkrankung eine neue Heimat geben? weiterlesen...

Wir als VSP sind seit 1988 in der Familienarbeit aktiv. Mit Hilfe unserer Erfahrung bereiten wir Sie individuell auf Ihre Aufgabe vor und begleiten Sie als Gastfamilie gemeinsam mit der Bewohnerin oder dem Bewohner. Wir stehen Ihnen bei allen Fragen und Problemen zuverlässig zur Seite. Für Ihr Engagement als Gastfamilie erhalten Sie eine steuerfreie Aufwandsentschädigung und 28 Urlaubstage im Jahr.

Vertrauen und Sicherheit in sieben Schritten

Wenn Sie sich ein solches soziales Engagement prinzipiell vorstellen können, haben Sie sicher viele Fragen. Einige haben wir samt umfassender Antworten HIER LINK für Sie zusammengestellt.

Wie das Aufnahmeverfahren von Gastfamilien im Einzelnen abläuft, möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

1. Erster Kontakt

Sie melden sich bei uns telefonisch oder schriftlich als interessierte Familie, Lebensgemeinschaft oder Einzelperson. Wir klären mit Ihnen am Telefon die Rahmenbedingungen: freies Zimmer, verfügbare Zeit, Vereinbarkeit mit Berufstätigkeit. Außerdem stehen wir für Fragen zur Verfügung.

2. Informationsgespräch

Wir laden Sie zum persönlichen Informationsgespräch mit zwei BWF-Mitarbeiter*innen in eines unserer Büros in Reutlingen, Tübingen, Balingen, Zwiefalten oder Ehingen ein. Sie erhalten detaillierte Informationen über das BWF. Damit wir einen Bewohner oder eine Bewohnerin finden, der/die zu Ihnen passt, benötigen wir Angaben zu Ihrer Wohn- und Berufssituation. Gemeinsam legen wir fest, ob Sie sich um Menschen jeden Alters kümmern könnten oder ob Sie am liebsten einen Jugendlichen, Erwachsenen oder einen älteren Menschen bei sich aufnehmen möchten. Geklärt wird auch, wie selbstständig ein Bewohner oder eine Bewohnerin bei Ihnen sein müsste.

3. Hausbesuch

Zu einem vorher vereinbarten Termin bekommen Sie Besuch von zwei VSP-Mitarbeiter*innen, die vor Ort alle weiteren Fragen klären und sich gleichzeitig einen Eindruck von Ihnen, Ihrer Familie, dem zur Verfügung stehenden Wohnraum und Ihrem Umfeld verschaffen.

4. Persönliche Auskünfte

Wir möchten sicherstellen, dass die Bewohner*innen in ihrem neuen Umfeld gut und geborgen leben können. Darum benötigen wir ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und eine Selbstauskunft über die finanzielle Situation jeder Gastfamilie. Das Betreuungsgeld ist ein Zusatzeinkommen, eine Abhängigkeit davon darf nicht entstehen.

5. Aufnahme als Gastfamilie

Liegen alle Unterlagen vor, entscheidet das BWF-Team über die Aufnahme als Gastfamilie. Wenn Sie aufgenommen werden, informieren wir Sie schriftlich und Sie erhalten eine*n feste*n Ansprechpartner*in. Bis zur Vorstellung eines passenden Interessenten oder einer passenden Interessentin kann es einige Zeit dauern, weil wir immer versuchen, eine Zuordnung zu finden, die bestmöglich passt. Dabei orientieren wir uns an Ihren Wünschen und Vorstellungen und an den Bedürfnissen des Bewohners oder der Bewohnerin.

6. Zusammenbringen von Familie und Bewohner*in

Wenn bei uns ein*e Interessent*in anfragt, der/die zu Ihnen passen könnte, informieren wir Sie darüber zunächst telefonisch. Wir erläutern Ihnen, welche Erkrankung der/die Interessent*in hat und welche Unterstützung er/sie braucht. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon sehr viele Informationen eingeholt und Gespräche mit bisherigen Bezugspersonen und Ärzten geführt. Haben Sie Interesse, diesen Menschen kennenzulernen, vereinbaren wir mit Ihnen und dem/der möglichen neuen Bewohner*in einen Besuch bei Ihnen. Sie können sich dabei mit dem Interessent oder der Interessentin über Ihre Vorstellungen austauschen. Wenn sich beide Parteien nach einer Bedenkzeit füreinander entscheiden, wird ein zweiwöchiges Probewohnen vereinbart. Erst wenn dieses für alle Beteiligten erfolgreich verläuft, zieht der/die neue Bewohner*in wirklich ein.

7. Betreutes Wohnen in Familien

Ist der/die neue Bewohner*in bei Ihnen eingezogen, geht es darum, im neuen Familienverbund zusammenzufinden und gemeinsam den Alltag zu meistern. Sicherlich werden unvorhergesehene Dinge auf Sie zukommen. Sie werden manches Mal nicht weiter wissen oder das Bedürfnis haben, sich auszutauschen über die Erlebnisse. Der/die zuständige VSP-Mitarbeiter*in steht in engem Kontakt zu Ihnen, in regelmäßigen Besuchen, telefonisch und im Notfall auch ganz kurzfristig über die private Telefonnummer. So erhalten Sie Unterstützung und Beratung in allen Fragen des Zusammenlebens. Der VSP kümmert sich außerdem um die administrativen Angelegenheiten.