Die sechs häufigsten Fragen und Antworten

Ich habe keine Erfahrung im Umgang mit Menschen, die eine psychische Krankheit haben. Werde ich vorher geschult?
Keine Sorge, wir bereiten Sie intensiv und individuell auf den Umgang mit dem/der Bewohner/in vor. Wir stellen Ihnen den/die Bewohner/in ausführlich vor und informieren Sie, wie sich dessen/deren Krankheit im Alltag auswirkt. Auch nachdem Sie einen Menschen aufgenommen haben, sind wir an Ihrer Seite. Außerdem bieten wir eine allgemeine Vortragsreihe für Gastfamilien an. Wichtig ist, dass Sie den/die Bewohner/in als ganz normalen Mitmenschen sehen, der dieselben Grundbedürfnisse hat, wie Sie selbst.

Was muss ich für die Bewohner/innen tun?
Die Menschen, die zu Ihnen kommen, können sich nicht mehr alleine versorgen. Als Gastfamilie sind Sie für die Grundversorgung des Bewohners oder der Bewohnerin verantwortlich. Das bedeutet aber nicht, dass Sie alles für ihn oder sie tun müssen. Wir legen Wert darauf, dass die Bewohner/innen möglichst selbstständig bleiben. Schritt für Schritt sollen sie auch verschüttete Fähigkeiten wieder einüben. Vor der Aufnahme eines Bewohners oder einer Bewohnerin klären wir gemeinsam, wie Sie sich den Alltag vorstellen und was Sie leisten können und wollen. Die meisten Gastfamilien sorgen für regelmäßige Mahlzeiten. Aber es gibt auch Bewohner/innen, die selbst für sich kochen und einkaufen. Manche Bewohner/innen müssen an Körperhygiene erinnert werden. Zum Teil sind sie dabei auch auf Unterstützung angewiesen. Einige Bewohner/innen müssen bei Arztbesuchen begleitet werden, andere benötigen Hilfe bei der Einteilung ihres Geldes.

Können sich auch Berufstätige beteiligen und muss immer jemand zu Hause sein?
Als grobe Richtschnur gilt, dass eine Person höchstens zu 50 Prozent berufstätig sein sollte. Möglich ist auch, dass die Partner zu wechselnden Zeiten arbeiten. Beim Projekt BÄNKLE, also der Betreuung von Senioren, ist es wichtig, dass immer ein Mitglied der Gastfamilie vor Ort ist. Bei JuMeGa, also der Betreuung von Jugendlichen, sind Sie außerdem Aufsichtsperson. Gerne klären wir im Einzelfall, ob und wie Sie sich als Gastfamilie beteiligen können.

Was haben die Menschen, für die Sie Gastfamilien suchen, eigentlich für Krankheiten?
Wir betreuen Menschen mit Depressionen, manisch-depressiven Erkrankungen, Schizophrenien, Persönlichkeitsstörungen, sozialen Ängsten, Phobien, Zwängen und Suchtproblemen. In den Vorstellungsgesprächen und während der Betreuung informieren wir Sie genau über die Auswirkungen der Krankheit. Sie entscheiden selbst, wen Sie aufnehmen und mit welchen Krankheiten Sie mit unserer Unterstützung umgehen können und wollen.

Wie viel Geld erhält eine Gastfamilie?
Je nach Betreuungsaufwand erhalten Sie monatlich ein Betreuungsgeld zwischen 840 und 1450 Euro. Damit werden auch das Zimmer und die Verpflegung für Ihren Gast vergütet. Grundsätzlich sind die Entgelte steuerfrei.

Ich bin immer noch unsicher. Kann ich vorher mit einer Gastfamilie reden, die schon eine Weile Bewohner/innen bei sich hat?
Das ist kein Problem. Wir vermitteln Ihnen gerne den Kontakt zu einer erfahrenen Gastfamilie.

Antworten zu Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

Antworten zum Alltag in Gastfamilien

Antworten zu den Bewohner/innen

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