Das Aufnahmeverfahren – Vertrauen und Sicherheit in sieben Schritten

1. Erster Kontakt
Sie melden sich bei uns telefonisch oder schriftlich als interessierte Familie, Lebensgemeinschaft oder Einzelperson. Wir klären mit Ihnen am Telefon die Rahmenbedingungen: freies Zimmer, verfügbare Zeit, Vereinbarkeit mit Berufstätigkeit. Außerdem stehen wir für Fragen zur Verfügung.

2. Informationsgespräch
Wir laden Sie zum persönlichen Informationsgespräch mit zwei BWF-Mitarbeiter/innen in eines unserer Büros in Reutlingen, Tübingen, Balingen, Zwiefalten und Ehingen ein. Sie erhalten detaillierte Informationen über das BWF. Damit wir einen Bewohner oder eine Bewohnerin finden, der/die zu Ihnen passt, benötigen wir Angaben zu Ihrer Wohn- und Berufssituation. Gemeinsam legen wir fest, ob Sie sich um Menschen jeden Alters kümmern könnten oder ob Sie am liebsten einen Jugendlichen, Erwachsenen oder einen älteren Menschen bei sich aufnehmen möchten. Geklärt wird auch, wie selbstständig ein Bewohner oder eine Bewohnerin bei Ihnen sein müsste.

3. Hausbesuch
Zu einem vorher vereinbarten Termin bekommen Sie Besuch von zwei VSP-Mitarbeiter/innen, die vor Ort alle weiteren Fragen klären und sich gleichzeitig einen Eindruck von Ihnen, Ihrer Familie, dem zur Verfügung stehenden Wohnraum und Ihrem Umfeld verschaffen.

4. Persönliche Auskünfte
Wir möchten sicherstellen, dass die Bewohner/innen in ihrem neuen Umfeld gut und geborgen leben können. Darum benötigen wir ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und eine Selbstauskunft über die finanzielle Situation jeder Gastfamilie. Das Betreuungsgeld ist ein Zusatzeinkommen, eine Abhängigkeit davon darf nicht entstehen.

5. Aufnahme als Gastfamilie
Liegen alle Unterlagen vor, entscheidet das BWF-Team über die Aufnahme als Gastfamilie. Wenn Sie aufgenommen werden, informieren wir Sie schriftlich und Sie erhalten eine/n feste/n Ansprechpartner/in. Bis zur Vorstellung eines passenden Interessenten oder einer passenden Interessentin kann es einige Zeit dauern, weil wir immer versuchen, eine Zuordnung zu finden, die bestmöglich passt. Dabei orientieren wir uns an Ihren Wünschen und Vorstellungen und an den Bedürfnissen des Bewohners oder der Bewohnerin.

6. Zusammenbringen von Familie und Bewohner/in
Wenn bei uns ein/e Interessent/in anfragt, der/die zu Ihnen passen könnte, informieren wir Sie darüber zunächst telefonisch. Wir erläutern Ihnen, welche Erkrankung der/die Interessent/in hat und welche Unterstützung er/sie braucht. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon sehr viele Informationen eingeholt und Gespräche mit bisherigen Bezugspersonen und Ärzten geführt. Haben Sie Interesse, diesen Menschen kennenzulernen, vereinbaren wir mit Ihnen und dem/der möglichen neuen Bewohner/in einen Besuch bei Ihnen. Sie können sich dabei mit dem Interessent oder der Interessentin über Ihre Vorstellungen austauschen. Wenn sich beide Parteien nach einer Bedenkzeit füreinander entscheiden, wird ein zweiwöchiges Probewohnen vereinbart. Erst wenn dieses für alle Beteiligten erfolgreich verläuft, zieht der/die neue Bewohner/in wirklich ein.

7. Betreutes Wohnen in Familien
Ist der/die neue Bewohner/in bei Ihnen eingezogen, geht es darum, im neuen Familienverbund zusammen zu finden und gemeinsam den Alltag zu meistern. Sicherlich werden unvorhergesehene Dinge auf Sie zukommen. Sie werden manches Mal nicht weiter wissen oder das Bedürfnis haben, sich auszutauschen über die Erlebnisse. Der/die zuständige VSP-Mitarbeiter/in steht in engem Kontakt zu Ihnen, in regelmäßigen Besuchen, telefonisch und im Notfall auch ganz kurzfristig über die private Telefonnummer. Er unterstützt und berät Sie in allen Fragen des Zusammenlebens und kümmert sich um administrative Angelegenheiten.

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